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Die Rolle der Frau

Die Verfassung von Katar legt fest, dass alle Bürger gleiche Rechte und Pflichten haben – ungeachtet von Rasse, Geschlecht oder Religion. Eine Reihe von Initiativen verdeutlichte in den vergangenen Jahren das Bestreben, die Stellung der Frau im politischen Raum zu festigen: Frauen sollen im Parlament und in der Politik eine positive Rolle übernehmen.
Die katarischen Frauen können ihre Rechte voll wahrnehmen, sie spielen in öffentlichen, privaten und semiprivaten Institutionen eine wichtige Rolle. Die Rechtsprechung gestattet Frauen den Besitz von Land oder Eigentum, so wie auch der Islam Frauen einen eigenen, von ihren Ehemännern unabhängigen Kapital- und sonstigen Besitz erlaubt. Die Finanzinstitutionen vergeben Darlehen und Kredite an die Bevölkerung ohne Ansehen der Geschlechtszugehörigkeit.
Bei den Kommunalwahlen im März 1999, den ersten Wahlen überhaupt in Katar, konnten die katarischen Frauen auch politisch ihre Rechte wahrnehmen – ebenso wie Männer hatten sie ein aktives und passives Wahlrecht.
Frauen stellen mehr als 25% der einheimischen Arbeitskräfte, sind aber auch in Führungspositionen zu finden – so etwa werden das Erziehungsministerium und die Universität von Katar von Frauen geleitet. Gemäß einem Erlass des Emirs, dass die Beschäftigung von Frauen im öffentlichen Dienst regelt, sind Frauen den Männern gleichgestellt. Die Anzahl der Frauen, die höhere Schulen und Universitäten in Doha besuchen, nimmt stetig zu.
Die katarischen Frauen übernehmen eine aktive Rolle in nicht-staatlichen Gesellschaften, die sich mit Fragen der Familie befassen. Diese Gesellschaften stellen einen Schlüsselfaktor zur Stärkung der Stellung der Frau in der Gesellschaft dar; sie bieten Trainingskurse, Vorlesungen u.ä. an und sind zudem in der ehrenamtlichen Arbeit stark vertreten
Das zunehmende Engagement von Frauen in der Wirtschaft führte im April mit Unterstützung Seiner Hoheit, Scheikh Hamad bin Khalifa Al Thani, des Emirs von Katar, und seiner Ehefrau, Ihrer Hoheit Sheikha Mozah Bint Nasser Al Misnad, zu Gründung der “Qatar Investment Corporation for Ladies”. Diese stellt eine große Errungenschaft für die Frauen in Katar dar und zugleich die erste von ihnen selbst gegründete Nichtregierungsorganisation des Landes.
Immer stärker auch sind die katarischen Frauen im Journalismus vertreten; sie äußern ihre Meinung ebenso frei wie ihre männlichen Kollegen. In diese Richtung weist die zunehmende Zahl von Journalistik-Studentinnen in Katar.
Diese Errungenschaften wären ohne die Unterstützung Ihrer Hoheit Scheikha Mozah Bint Nasser Al Misnads, der Ehefrau des Emirs, nicht möglich gewesen. Sie ermutigte die katarischen Frauen, an allen Lebensbereichen teilzunehmen, richtete mit Unterstützung der Regierung zahlreiche einflussreiche kulturelle und wissenschaftliche Institute ein und engagierte sich leidenschaftlich in der “Allianz für Zivilisation” (Alliance of Civilization), einer hochrangigen, vom früheren UN-Generalsekretär Dr. Kofi Annan eingerichteten Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen. Ihre Hoheit ist eine Person des öffentlichen Lebens mit wichtigen Aufgaben und teilt die Vision ihres Ehemanns, Katar zu einer prosperierenden, entwickelten und zukunftsfähigen Gesellschaft zu machen.
Ihre Hoheit trat für die Gründung der “Education City” ein, einer Einrichtung, die mit fünf berühmten Universitäten der USA kooperiert. Auf der Website Ihrer Hoheit heißt es: “Katar ist ein Land mit enormen natürlichen Ressourcen und wir sind bestrebt, den materiellen Reichtum auf den Bereich des Geistes und der Gewohnheiten auszudehnen”. Die Arbeit Ihrer Hoheit hat mit der Verleihung der Ehrendoktorwürde der Virginia Commonwealth University, der Texas A&M University und der Carnegie Mellon University sowie de Ernennung zur UNESCO-Sondergesandten für Allgemeine und Höhere Bildung breite internationale Anerkennung erfahren.
Ihre Hoheit nimmt auf nationaler und internationaler Ebene eine Reihe von offiziellen Ämtern wahr. Sie ist Vorstandsmitglied in der Stiftung für Bildung, Wissenschaft und Gemeindeentwicklung (Qatar Foundation for Education, Science and Community Development), Präsidentin des Hohen Rates für Familienfragen (Supreme Council for Family Affairs) und Vizepräsidentin des Obersten Bildungsrates (Supreme Education Coouncil). Über nationale Grenzen hinaus engagiert sich Ihre Hoheit in internationalen Projekten; sie ist der Vision ihres Mannes verpflichtet und trägt dazu bei, diese durch innovative Projekte und die Unterstützung von Reformen zu verwirklichen.
Die Vision und die Arbeit Seiner Hoheit, des Emirs, und Ihrer Hoheit, Scheikha Mozah spiegelt sich in fünf wichtigen Fragen wider: dem Glauben an den Islam, Partnerschaft, dem aktiven Einsatz für bürgerliche Rechte und Pflichten, internationales Engagement und Schutz der Umwelt.

>> Weitere Informationen:
Forum der Katarischen Geschäftsfrauen

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